Die Haltung von Karakalen in der Historie ist eng verbunden mit der Haltung von Geparden. Beide Katzenarten wurden im indischen und arabischen Raum zur Jagd abgerichtet. Während sich die frühgeschichtliche Haltung von Geparden ziemlich genau datieren läßt und nachweisbar ist, dass bereits 3000 v. Chr. Geparden zur Jagd genutzt wurden, ist dies beim Karakal nicht exakt zu bestimmen.

Sicher ist allerdings, dass der Großmogul von Indien, Akbar der Große (1542-1605), neben mehr als 1000 (in Worten: eintausend) Geparden auch Karakale hielt.

Indische Jagdgesellschaft mit Gepard, Karakalen und Beizvögeln um 1920.
Quelle: Divyabhanusinh, 1995

Neben kleineren Vögeln wie Tauben, Krähen und Milane, wurden aber auch Großvögel wie Trappen und Pfauen mit ihnen gejagt. Hauptbeutetiere waren allerdings Hasen und kleine Gazellen. Da sie auch Beutetiere angreifen, die deutlich größer sind  als sie selbst, gehen sie in Ihren Herkunftsländern sogar an Haustieren wie Schafen und Ziegen zu Schaden, was den Einen oder Anderen schon mal das Leben kostet.

 

Unsere Karakale bewohnen allein oder zu zweit ein naturbelassenes Gehege von ca. 500qm.  Alle Ausläufe sind wegen der besseren Überwachung direkt an das Wohnhaus angeschlossen und über einen Zentralgang zugänglich. Zusätzlich steht unseren Tieren täglich ein Großgehege von 50.000qm zur Verfügung, in dem sie frei spielen,  aber auch jagen können.

Diese Bewegungsmöglichkeit ist Voraussetzung für eine optimale Stoffwechsellage, gute Bemuskelung und allgemeine Fitness.

Als Grundfutter bieten wir unseren Karakalen frisch geschlachtetes Geflügel, da dies den natürlichen Beutetieren – Karakale sind hervorragende Vogeljäger - am nächsten kommt. Zusätzlich fressen sie selbst erbeutete Wildkaninchen und Hasen.








 

Nur Jungtiere erhalten in der Wachstumsphase zusätzlich ganz junge Hähnchen, von denen die Knochen mitgefressen werden können, um ein ausgewogenes Mineralstoffangebot zu garantieren. Wir legen besonderen Wert darauf, dass jeder Karakal die komplette biologische Einheit des Futtertieres, d.h. alle wertbestimmenden Bestandteile, wie Muskulatur, Knochenteile aber auch innere Organe, aufnehmen kann. Auf zusätzliche Gaben von Vitaminen und Mineralstoffgemischen können wir daher gänzlich verzichten.

Alle unsere Karakale sind absolut zahm, gehen an der Leine, gehorchen einer Trillerpfeife und fahren sehr gerne im Auto. Somit tolerieren sie jegliche Manipulation, Untersuchung und Behandlung ohne medikamentelle Ruhigstellung. Sie leben deshalb durch ihr vollkommenes Vertrauen zum Menschen völlig angst- und stressfrei.